Vor 1951 klaffte eine Lücke im Fiat-Lkw-Programm.
Es gab die kleinen Topolino
Kastenwagen und die damals überall in Italien anzutreffenden
"Allzweck-Transporter" der Reihe Fiat
1100 ELR, mit denen alles bis (theoretisch) 1 Tonne transportiert
wurde. Und es gab die "richtigen" Lkws, die den Bedarf
ab ca. 4 to Nutzlast deckten.

Fiat Nutzfahrzeuge 1950:
300 kg Nutzlast: - Fiat 500 C Kastenwagen:
1000 kg Nutzlast: - Fiat 1100 ELR (Abb. rechts) und
4,3 to Nutzlast: - Fiat 640 N
(Abb Mitte:zeigt Allrad-Lkw Fiat 639 N mit 3,7 to Nutzlast)
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Fiat 1100 BLR/ELR
ca. 1973
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1951 - 52
Fiat 615
Um diese Lücke zu schließen, wurde
ein 1,5 Tonner neu entwickelt, der ab 1951 als Pritschenwagen und
Chassis für Sonderaufbauten angeboten wurde.
Angetrieben wurde er von dem Motor des ein Jahr vorher vorgestellten
Fiat 1400.

Fiat 615 - 1,55 to Nutzlast, 3,1 to zul GG
1,4 ltr 4-Zylinder Otto-Motor, 39 PS bei 3800 U/min, 80 km/h
Der Motor war schon im Pkw Fiat
1400 knapp ausreichend, mit den 3,1 Tonnen hatte er echte Mühe.
Einmal in Schwung war der Fiat 615 zwar 80 km/h schnell, aber er
soff bei forcierter Fahrweise den teuren Sprit, dass es ein Graus
war ...
Es hatte seinen Grund, dass Fiat den 1100
ELR bis 1954 weiterbaute. Der etwas schwächere Lastesel
war mit seinen 1,1 ltr und 28/30 PS (bei 4400/min) auch etwas lahm,
aber er hatte voll beladen eine Tonne weniger Gewicht zu bewegen,
wodurch er sparsamer war. Er behielt daher seine treue Anhängerschaft,
die ihm mangelde Spritzigkeit aus Gewohnheit verzieh, zumal er mit
Anlauf auf eine Spitze von über 90 km/h kam und damit deutlich
schneller war als der Fiat 615 mit seinen maximal 78 km/h .
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Fiat 615 - Chassis

lange Jahre typisch Fiat-Lkw:
Lenkrad mit 3-Speichen in T-Form
- und ebenfalls typisch Italien: der doppelte
Hupenknopf für (normales) Tüüt und (lautes Fanfaren-)
Täterätäää!
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Prospekt Fiat 615 - 1952 - fränzösisch
- Nr. 1096 - GMonti
  
  
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1395 ccm, 39 PS

Fiat 1,4 ltr Typ 101
die Entwicklung der Motoren:
Fiat 1400 Entwicklung
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1952 - 1960
Fiat 615 N
Mit Hochdruck war daher bei Fiat ein passender
Dieselmotor entwickelt worden: ein Wirbelkammer-Motor (System Ricardo)
basierend auf dem 1,9 ltr Motor für den "großen"
Fiat 1900 und den neuen Geländewagen
Fiat Campagnola.
(Dieser Motor war eine hubvergrößerte Variante des 1400er
Motors.)
Der neue Dieselmotor (Typ 305) wurde neben ab
1952 in den Fiat 615 N (N=Nafta = Diesel) und ein Jahr später
auch wahlweise in Fiat Campagnola und Fiat
1400 Limousine angeboten.

Fiat 615 N - 1,5 to Nutzlast, 3,15 to zul GG
1,9 ltr.-4-Zylinder-Dieselmotor, 40 PS bei 3200 U/min - 72
km/h
Ab 1956 wurde die Leistung (Motor 305 B) auf 43 (CUNA) PS erhöht.
Obwohl sich der versuchsweise in den Fiat 615
eingebaute 1,9 ltr. Benzinmotor als kräftiger und spurtschneller
Antrieb erwies, beschränkte man sich auf den Diesel, den Typ
615 N.
Nur Steyr in Österreich bot bis 1958 den Fiat 615 als Benziner
an, als Steyr 260 mit dem eigenen 50 PS starken 2 ltr. Benzinmotor
aus dem Pkw Steyr 2000
Der Fiat 615 N war ein sehr modernes Fahrzeug,
dass in Italien zunächst keine Konkurrenz hatte. Der Export
lief anfangs gut, fehlende, bzw. halbherzige Weiterentwicklung ließen
den Fiat 615 N (und besonders seine Nachfolger) im Laufe der Jahre
sogar in Italien immer seltener werden.
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Fiat 1,9 ltr. Diesel Typ 305

Steyr 260 - mit 2 ltr Benzinmotor
äußerlich dem Fiat 615 bis auf das
Steyr-Wappen gleich, aber bis 1958 mit einem Steyr-2,0 ltr 50 PS
Benzinmotor gebaut:
der Steyr 260
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.Ab 1953 wurde der Fiat 615 N auch als Kastenwagen
mit integriertem Fahrerhaus angeboten. Die leichte und stabile Ganzstahlkarosserie
hatte eine - nicht nur für die damalige Zeit - sehr gefällige,
gut "gestylte" Linienführung.

Fiat 615 N - Kastenwagen
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click the pix !
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Der Fiat 615 / 615 N war von Anfang an auch als
Chassis mit und ohne Fahrerhaus lieferbar, wodurch zahlreiche Aufbauten
möglich wurden.
 
Pritschen-Sattelschlepper und Kofferaufbau mit Schaufenstern
 
Fiat 615 N als Pick-up (Getränketransporter) und als Viehtransporter
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Fiat 615 als Giardiniera von Viotti
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Auch ein Omnibus in Halb-Frontlenker-Bauweise
wurde von Fiat angeboten:

Fiat 615 N Omnibus ( 11-Sitzer ) - Fiat-Karosserie
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Modell von Politoys
des Fiat 615 N Omnibus
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Prospekt Fiat 615 N - ca. 1953 - englisch - Nr.
1159 - GMonti
 
  
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Prospekt - ca. 1955 - deutsch - Nr. 1289

 
 
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Prospekt - ca. 1957 - englisch - Nr. 1486 - Roggero
 
 
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Prospekt - ca. 1955 - englisch - Nr. 1289
- Inhalt (6 Seiten) wie oben

Prospekt italienisch - gleiche Nummer, gleiche
Bilder und Layout.
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Prospekt - ca. 1959 - englisch - Nr. 1575
 
 
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1956 - ca. 1962
Zastava 615 B / 620 B
Prospekt - ca. 1959 - englisch - ohne Nr.
 
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Bei Zastava in Yugoslawien wurde der Fiat 615
mit Benzinmotor in Lizenz gebaut.
Jedoch nicht, wie anfangs der Fiat, mit dem 1,4 ltr. 4-Zylinder-Motor,
sondern mit dem deutlich drehmomentstärkeren 1,9 ltr Motor
(Typ 105) mit 47 PS bei 3500 U/min, wie er auch in der, ebenfalls
bei Zastava in Lizenz gebauten, Campagnola verwendet wurde.
Unklar ist, ob der Nachfolger (ab ca. 1963, wie
Fiat 615 N1) nur mit dem 1,9 ltr Benzinmotor (wie 615 B) oder auch
mit Dieselmotor gebaut wurde.
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Prospekt Zastava 615 B und 620 B - ca. 1960
 
 
 

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Der Typ 620 B, ein nur bei Zastava gebauter Typ,
hatte 2 to Nutzlast und eine um 30 cm langere Pritsche.
Neben dem Pritschenwagen wurden bei Zastava auch
Sonderaufbauten selbst hergestellt, wie es auch in anderen osteuropäischen
Fahrzeugfabriken (IFA, Csepel, Star u.a) üblich war.


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1960 - 1968
neues Gesicht, mehr Nutzlast:
Fiat 615 N1 und Fiat 616 N
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sfsdf
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